CRISPR-Cas-Crash-Kurs, Teil 2

Workshop-Impressionen aus dem Labor

Das Tragen von Kitteln ist für uns Künstler nichts Ungewohntes. Während einem im Atelier aber nur Farbe entgegen spritzt, sind es im Labor eben Ebola, SARS oder Anthrax. Auch sonst hatte ich mir das Labor ganz anders vorgestellt. Es gibt dort weder einen Fluxkompensator, auch keinen Materie-Antimaterie-Reaktor, nein, noch nicht mal ein Mikroskop steht da rum!

Das Hauptwerkzeug der Biologen sind stattdessen genauestens kalibrierbare Pipetten, mit welchen sie winzigste Mengen von Flüssigkeiten aus klitzekleinen Gefäßen in andere, noch winzigere Gefäße umfüllen und es dann entweder in der Zentrifuge schleudern oder im Ofen brutzeln oder in Gele einträufeln, um es dann unter Strom zu setzen.

Das Ganze gleicht eher dem Zubereiten allerfeinster Speisen, als jener Frankenstein-Knochensäge-Materialschlacht, die ich vor Augen hatte. Denn die Biologen kochen streng nach Rezept. Mit Chemie, durch Erhitzen oder Schütteln lösen sie sich die Komponenten, welche sie benötigen, aus den Zellen und Bakterien heraus und setzen sie dann neu zusammen. Ob sowas dann klappt oder nicht, hängt auch von der Sorgfalt der Köche ab. Eine Probe ist schneller kontaminiert, als dein Kollege Gesundheit sagen kann. Alles in allem ist es ein Prozess, der viel Zeit frisst und oft einige Anläufe braucht, bis es klappt. Na dann, guten Hunger!

Teil 1 verpasst? Dann hier entlang: CRISPR-Cas-Crash-Kurs, Teil 1

Autor: Lukas Kummer

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